Historie - Beweidungsprojekt der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen e. V.

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Historie

Das Projekt
2020
Mittlerweile werden mit etwa 40 Schafen und Ziegen in drei bis vier Herden über zwölf Flächen in der Stadt und im Landkreis Göttingen beweidet. Die enge Zusammenarbeit mit den verschiedenen Experten der BSG verspricht hervorragende Ergebnisse. Vielerorts wird die Verbuschung zurückgedrängt und es stellt sich wieder eine typische Magerrasengesellschaft ein mit vielen geschützten Pflanzen und seltenen Insekten. Neue Beweidungsflächen kamen in diesem Jahr ebenfalls hinzu - der renaturierte Lappenberg am Lutteranger, einem Rückzugsort für Eidechsen sowie eine Fläche am Drachenberg in Geismar, nahe eines Rebhuhn-Hotspots. Zudem starteten wir ein neues Pilotprojekt mit der Beweidung eines Friedhofs in Kerstlingerode.
In diesem Jahr erhielt die BSG, dank der Förderung der Stadt Göttingen, einen professionellen Schafanhänger. Nun können die Tiere garantiert verkehrssicher zu den verschiedenen Flächen gebracht werden.
2019
2019 wurde erstmals probeweise ein Steinbruch am Hengstberg bei Sattenhausen in der Gemeinde Gleichen für die Niedersächsischen Landesforsten beweidet. Die Beweidung verlief durchaus positiv, so dass in den nächsten Jahren über eine Ausdehnung der Zusammenarbeit denkbar ist. Des Weiteren wurden die Flächen aus dem Jahr 2018 beweidet.
2018
2018 wurden neben den 4 Flächen im und am Bratental drei weitere Kalk-Magerrasen im Gebiet der Stadt Göttingen beweidet. Hinzu kamen der "Pfingstanger", eine als Naturdenkmal geschützte Fläche am Westhang und der südlich exponierte Kalkmagerrasen "Bärenberg".
Im November kam noch die Anfrage den "Kartoffelstein", ebenfalls ein Kalkmagerrasen und eine als Naturdenkmal geschützte Fläche in Herberhausen, zu beweiden.
In der Gemeinde Gleichen konnte eine kleine Hangweide hinzu gewonnen werden. Hierbei handelt es sich um eine ca. 0,3 ha große Fläche bei Benniehausen (Waterloo).

Bemerkenswert war die anhaltende Trockenheit vom Frühjahr bis zum Spätsommer. Nach der Beweidung gab es so gut wie keinen Zuwachs der Gräser und Kräuter, so dass die zweite Beweidungsrunde z. T. nicht stattfinden konnte. Futtermangel gab es jedoch dank der neuen Flächen nicht. Nur auf der Fläche "Feldbornberg" musste improvisiert werden. Hier wurden kurzerhand die nicht genutzten und vom Zuwachs bedrohten Feldwege beweidet.
2017
Kleinere Optimierungen im Beweidungskonzept versprachen für 2017 großartige Erfolge. In diesem Jahr fand dauerhaft die Beweidung mit 2 Mischherden, jeweils bestehend aus etwa 10 Ziegen und Schafen, statt. Die Auswahl der Schafsrassen orientierte sich an dem Vegetationsbewuchs der Flächen. Insgesamt erfolgen zwei Beweidungsdurchgänge. Beginn der Beweidungssaison war Anfang April, die letzten Tiere wurden Anfang Dezember abgetrieben.
2016
In diesem Jahr konzentrierte sich das Projekt auf die 4 Flächen im und am Naturschutzgebiet Bratental in Göttingen. Hier drohten aufgrund des Ausstieges mehrerer Schäfer und Landwirte einige Jahre zuvor, wertvolle Flächen zu verbuschen. Innerhalb weniger Jahren ragten bis zu 3 Meter hohe Hasel-, Hartriegel- und Schlehensträucher großflächig auf den Weiden.

Die Beweidungsflächen in Weißenborn und Reinhausen werden indes nun durch die Besitzer, bzw. deren Pächtern beweidet, bzw. gemäht.

Neue Schäferei ist nun die Landschaftspflege Kerstlingerode. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der neuen Schäferei, Stadt und Experten aus den jeweiligen Fachgebieten der Botanik, Wildbienen und Mykologie kann sich die Beweidung flexibel und nach den Bedürfnissen des jeweiligen Gebiets orientieren. Nachdem Schafe und Ziegen 2015 im Bratental erst im Spätsommer und Herbst ihr Bestes gegeben haben, startete die Beweidungssaison im Jahr 2016 schon im zeitigen Frühjahr. Um der starken Wuchskraft der Gebüsche Herr zu werden, reichte eine einmalige Beweidung nicht aus. Mindestens 2 Beweidungen im Jahr waren nötig. Beweidet werden nun mit den Schafsrassen Coburger Füchse, Skudden sowie mit Deutschen Edelziegen.
2015
Zum Start des Projekts im Jahre 2015 konnten wir 2 Flächen im Landkreis Göttingen, in Weißenborn an einem ehemaligen Steinbruch und den Talacker in Reinhausen, 2 Flächen im Naturschutzgebiet Bratental ("Steilhang" & "Steinbruch") sowie 2 weitere Flächen der Stadt Göttingen ("An der Plantage" & "Feldbornberg" (seit 2019 auch NSG Bratental)) gewinnen.

In Zusammenarbeit mit einer Schäferei aus Ischenrode (Gemeinde Gleichen) liefen die Beweidungsmaßnahmen von Mitte Juni bis Herbstende mit Schafen der Rasse Heidschnucke sowie mit Ziegen verschiedenster Rassen.
 
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